Mehr Innovation in die Quotendiskussion!

Hach, nun hab ich in meinen beiden ersten Blogeinträgen so lang und ernst geschrieben und dann noch über ein Thema, von dem ich keine Ahnung habe.

Jetzt mal kurz, knapp und aus Expertenperspektive: Ganz Deutschland diskutiert über die Frauenquote für Aufsichtsräte (naja, ein bisschen ruhig ist es gerade ums Thema geworden, aber trotzdem – irgendeine Form von Quote hat es doch sogar gerade in den Koalitionsvertrag geschafft – na, der beste Beweis, dass das kein emanzipatives Projekt sein kann).

Das war nicht kurz und knapp, jetzt aber: Ganz Deutschland diskutiert über die Frauenquote für  Aufsichtsräte – NUR ICH NICHT!

Denn ich plädiere: Für eine Schwulenquote für Bundesligafußballmannschaften!

Ich überlege, ob das jetzt noch erläutert werden muss oder ob sich der Sinn der Initiative von selbst erschließt. Ganz einfach: Wenn eine verbindliche Quote festgelegt wird, sagen wir: ein Homosexueller in der Startelf, zwei im Kader, dann werden gute schwule Fußballer gesucht und diejenigen, die sich outen, allseits beliebt. Ein ungeouteter schwuler Fußballer, zum Beispiel bei Bayern München, zum Beispiel Toni Kroos, stünde jetzt vor der Wahl: Er outet sich und Bayern muss keinen neuen Spieler holen, nur weil der schwul ist, aber vielleicht gar nicht in die Mannschaft passt. Oder er eben nicht, mit den negativen Konsequenzen. Sehr schnell wären die meisten schwulen Bundesligaspieler bekannt – Das wiederum wäre die wirkungsvollste Imagekampagne gegen Homophobie die Deutschland je hatte oder je haben wird.  Ich überlege, ob das jetzt noch erläutert werden muss, oder sich von selbst erschließt.

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