Spazierengehen

Heute habe ich mich von den ästhetischen Konzepten des Hannibal Lecter emanzipiert. Ich ließ die Palazzi Palazzi sein und das florentiner (florentiner!) Zentrum für einen kleinen Spaziergang in Richtung Norden der Stadt hinter mir: Ich laufe ein bisschen stadtauswärts, leicht bergauf, nach da, wo in der Ferne die zypressenbewachsenen Hügelchen locken. Ich durchquere eine kleine Zugunterführung mit hübschen Graffitis und schleppe mich von einem schattigem Plätzchen zum nächsten, es ist recht heiß. In einem schraddeligen Park mache ich eine kleine Videoaufnahme für Mrs. Columbo, damit sie auch mal hören kann, wie schön laut hier überall die Grillen schnattern. Es ist insgesamt ein schönes Sommervergnügen, anstrengend wegen der Hitze aber auch entspannt, niemand kann bei diesen Temperaturen ernsthaft was von einem verlangen. Ich stoße auf einen fast ausgetrockneten mit viel grün umwucherten Kanal. Sehr pittoresk. Ich spaziere ihn entlang, es wird grüner und wilder und am Ende stehe ich ganz im Grünen und schaue von einer kleinen Brücke hinunter auf einen Kranich. Wo bin ich hier nur gelandet, es ist ganz wunderbar. Ich weiß es nicht und es ist ja auch egal. Da ich kein Wasser mehr habe, mache mich bald auf den Rückweg. Zum Schluss meines Ausflugs breche ich endgültig mit Hannibal und besorge mir als Abend-Menue bei „Istanbul Haram“ einen Falafel-Döner mit Cola Zero sowie eine Banane.

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