Bern

So, jetzt fahre ich nach Bern. Spätestens da kann ich dann wieder verstehen, was die Leute sagen. Manchmal praktisch, meistens schrecklich. Nach jetzt knapp vier Wochen unterwegs bin ich ziemlich zerlaust und mal gespannt, wie die Leute im Berner Hotel mich anschauen werden.
Mailand war interessanter als ich erwartet hätte: Ein Mischung aus Rom und Bochum, breite Straßen, imposante Gebäude, der Bahnhof der pompöseste, der mir je begegnet ist (ein guter Ersatz für Leute wie mich, die es nie nach New York und zur Central Station schaffen, würd ich sagen). Zwischen der ganzen Pracht altertümliche Straßenbahnen und neue, sehr hässliche Häuser. Hui, Mailand wurde wohl im WK 2 ordentlich bombardiert sage ich witzelnd zu mir selbst. Und, siehe da, genauso war es. Nicht so gebildet zu sein, hat den Vorteil, dass es oft interessante Neuigkeiten gibt.
Überrascht war ich auch über die sehr vielen sorgfältig gestylten, gut oder wenigstens interessant aussehenden Menschen. Viele Männer mit Fönfrisur, schöne Schuhe und extravagante Sonnenbrillen. Ich könnte hier einige Tage nur damit verbringen, mir die ganzen Leute anzuschauen. Ich weiß schon, dass in die „Modehauptstadt“ Mailand viele Leute zum „Shopping“ kommen, aber hätte nicht gedacht, dass es so sichtbar ist. Als ordentliche Sozialist*in bin ich natürlich gegen Shopping, aber wenn Leute sich schön anziehen, ist das schon schön. (Der Sozialismus muss sich durchaus fragen lassen, wie er das nach der Revolution weiterhin ermöglichen will). Auch teure Schuhe müssen für Bedürftige immer noch zur Verfügung stehen.

Der Barbarossaplatz von Mailand

Ein Kommentar zu “Bern

  1. Cool, in Mailand war ich noch nie (das gilt auch für viele andere Stellen), wollte auch nie, und irgendwie bestätigt und überrascht mich selber schilderung etwa gleich arg, auf angenehme Weise… 🙂

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