Lebe wild und gefährlich!

Laut Bericht des nordrhein-westfälischen Innenministeriums gibt es in Köln 13 „gefährliche Orte“. Einer davon ist das „Ehrenfelder Kneipenviertel“. Indizien deuten, zu meiner Überraschung, darauf hin, dass damit der Ort gemeint ist, an dem ich lebe. Gefährlich? Bislang ging ich davon aus, die größte Bedrohung für die öffentliche Ordnung hier sei weit und breit immer noch ich! Im allgemeinen (ja, ich bin oißerst nett, aber nur, solange auch nett zu mir gewesen wird, sonst kann ich unangenehm werden, denn ich kenne viele gemeine Worte) und insbesondere, wenn ich Fahrrad fahre (ich kenne viele gemeine Worte, aber keine einzige Verkehrsregel). Ich fühle mich etwas in meiner Mackerehre gekränkt. Aber viel irritierender: Seit wann heißt mein Veedel denn Ehrenfelder „Kneipen“viertel? Ja, es gibt hier Kneipen (In denen ich mich übrigens einiger Bekanntheit erfreue. Blonde Krähen, die fröhlich herumposaunen, dass sie Hannover 96-Fans sind und den 1. FC Köln nur so mittel finden, stellen hier eine Ausnahmeerscheinung dar). Aber ich dachte, das sei normal. Gibt es Veedel ohne oder zumindest mit viel weniger Kneipen? Das wäre ja schrecklich. Nun habe ich große Angst, einmal aus Ehrenfeld wegziehen zu müssen. Das nämlich kann gut passieren, da viele Menschen nach Ehrenfeld ziehen wollen (wegen der Kneipen, wie ich jetzt annehmen muss) und die Mieten immer weiter steigen.

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7 Kommentare zu “Lebe wild und gefährlich!

    • Ja. Also hier in Ehrenfeld gilt die Regel: Der Vermieter erhöht die Miete nicht, dafür erneuert er auch nicht das, was erneuert werden müsste. Es ist etwas schrecklich. In meiner eigenen Straße haben tatsächlich gerade zwei Kneipen vermieterbedingt geschlossen. Ach ja. Ich hasste mein Veedel lange, weil überhipstert, aber dieses linksgrünversiffte ist halt auch wirklich schön auf der anderen Seite.

    • Übrigens war ich auch mal in Japan. Das war tatsächlich bevor ich Alkoholikerin war. Daher auch recht schrecklich. Ich und Mutter besuchten Onkel Heinrich, der Stellvertretender Leiter einer Bayer-Dependance war. Und sehr angestrengt, seine Hippie-Schwester und Nichte zu empfangen.

  1. Ehrenfelder Kneipenviertel? Ich entdecke hier in meiner Ehrenfelder Ecke täglich nur neue „Familiencafés“, in denen koffeinfreier Soja-Latte Macchiatto Milchschaum gelöffelt wird. Das finde ich eher enttäuschend. Es dürfte gerne mehr gekneipt werden. Aber vielleicht ist das Ehrenfelder Kneipenviertel auch in einer anderen Veedels-Ecke… in einer dunklen, gefährlichen, die wir noch nicht kennen.

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