Verpasste Wortspielchancen

Max Goldt hat mal in einer Titanic-Kolumne geschrieben, dass es eigentlich nahe liege, Texte zu ersinnen, in denen es darum gehe, dass er „ungern nach Ungarn“ fahre. Denn in seinen Ohren klinge das schön. Leider aber, so Goldt weiter, gefalle es ihm gut, nach Ungarn zu reisen und so könne es zu einer Umsetzung dieser Idee nicht kommen. (Die besagte Kolumne ist mindestens 15 Jahre alt, da war noch nicht absehbar, dass Ungarn mal von Rechtsradikalen regiert werden würde).

Genauso geht es mir jetzt gerade mit einem Wortspiel, das mir letzte Nacht einfiel. Vom Klang her bietet es sich an, die „Alternative für Deutschland“, AfD, in „Alte Naive für Deutschland“ umzutaufen. Leider nun aber wieder, funktioniert die Idee nicht. Zwar sind viele Mitglieder der Partei alt. Nur naiv sind sie meines Erachtens überhaupt nicht. Im Gegenteil, es handelt sich, vor allem beim Führungspersonal,  um abgefeimte, manipulative Menschenhasser und Menschenhasserinnen (wer Bernd Lucke mal über Lampedusa reden gehört hat, wird bestätigen, dass diese Beschimpfung nicht übertrieben ist), die genau wissen, was sie da machen. Als naiv können mit gutem Willen höchstens Teile der AfD-WählerInnenschaft qualifiziert werden. Dennoch hat es Hans-Olaf Henkel irgendwie nicht geschafft zu verhindern, dass gestern in der Taz eine Home-Story zu seiner Person mit der Überschrift Sie nannten ihn Schniedel“ veröffentlicht wurde. (Gacker!)

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