Interneterfahrungen – Der Onkel vergleicht früher und heute

Meine Tagline ist ja keine Koketterie. Mit Technik und Internet hab ich tatsächlich Schwierigkeiten. (Wobei diese Einordnung altersbezogen getroffen wird – Für eine Sechsundachtzigjährige hätte ich Weltklasseexpertise, aber eben leider nicht für eine in der Großstadt lebende, sich für die modernen Dinge der Welt interessierende Enddreißigerin).

Aber ein Teil von mir hat die Relevanz erfasst und will jetzt mitmachen. Und, bislang ist es wirklich aufregend.

Oft staune ich, was Internet, Technik, Computer jetzt so alles können. Als ich ein Kind war, gab es ja vieles noch nicht. Telefone wohnten fest angekettet in Wohnungen und niemand vermutete, dass sich das je ändern würde. (Ehrlich gesagt, hatte ich auch nicht das Gefühl, dass es wen störte). Tatort und die Heute Show konnten nur zur Sendezeit und nicht in der Mediathek geschaut werden. Fernsehserien wurden nicht im Internet heruntergeladen oder gestreamt und dann in Form von Binge-Watching konsumiert – Dienstags eine Folge Dallas, Mittwochs eine Folge Denver Clan (Was haben die Leute eigentlich die ganze Zeit gemacht?), das wars. Wer nicht nur fernsehen, sondern mal etwas genauer wissen wollte, war auf den Brockhaus angewiesen und der war teuer. Kinder ehrgeiziger Lehrer_inneneltern hatten Aussicht, einen zu Weihnachten geschenkt zu bekommen. Andere Menschen hingegen mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen, um zu erfahren, was ein „Adorno“ oder das „Binge-Watching“ ist und ob wirklich ein usbekischer Ringer bei den olympischen Sommerspielen in Sydney eine Bronzemedaille gewann (andere Geschichte). Wieviel zugänglicher und demokratischer ist da Wikipedia.

Aber ich schweifte ab. Es sollte ja eigentlich um meine Internet- insbesondere WordPresserfahrungen gehen. Ja, und die sind wirklich interessant (für mich, ich fürchte für alle anderen ist das, was jetzt kommt, langweilig). Ohne, dass ich bezahlen muss (jaja, ich weiß, die haben auch was davon) betrete ich ein Universum unerwarteter Möglichkeiten und Informationen. Zunächst wird mir ein relativ einfach verwaltbares Instrumentarium, meine Artikel zu veröffentlichen, bereitgestellt (relativ einfach verwaltbar ist relativ – Neffe 1falt musste mir trotzdem helfen). Und: nicht nur einfach verwaltbar, sondern auch hübsch, aus ungefähr hundert „Templates“ (so schnell lernt mensch neue Fachsprache) konnte ich mir meine „individuelle“ Oberfläche aussuchen. Sehr interessant auch, wie sich durch die Beschäftigung die Sichtweise ändert: „Nullachtfuffzehn-Template“ denke ich jetzt, wenn ich einen Blog aufsuche, der mit einem der eher häufig verwendeten Templates arbeitet (vor drei Tagen hätte ich noch gedacht: selbst programmiert, schick!). Aber das nur am Rande. Was mir noch mehr Freude bereitet, ist der „Reader“. Im Rahmen meines Blog-Verwaltungsprogrammes kann ich andere Blogs (nicht nur die von WordPress) abonnieren. In dem Reader werden dann alle neuen Beiträge, die die anderen Bloggenden veröffentlichen, angezeigt. Praktisch. Außerdem werden auf der Seite Blogs von Leuten angezeigt, denen die Blogger, denen ich folge, folgen. Das wiederum ist eine interessante Anregung, die mich schon zu allerlei Internet-Orten geführt hat (zum Beispiel die Seite von diesem schwererziehbaren verzweifelten Vierzigjährigen, der noch bei seiner Mutter wohnt, der er ziemlich auf den Geist geht, aber ganz charmant darüber berichtet – ich frage mich echt, wer von meinen Bloggern den wiederum abonniert hat – und verlinke hier nicht auf ihn, aus Angst, er könnte sich unangemessen beschrieben fühlen), die ich sonst nicht gefunden hätte. Auf einmal habe ich das Gefühl, ich könne mich auch „vernetzen“. Da ich ja nicht bei facebook oder Twitter oder was auch immer bin, war ich von diesen Möglichkeiten bislang ausgeschlossen. Bin mal gespannt, ob sich da was Schönes entwickelt.

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